Devisenhandel
Der Devisenhandel - ein Multi-Billionen-Dollar-Markt
Der Devisenmarkt, auch FX-oder Forex-Handel genannt, ist der grösste und liquideste Finanzmarkt der Welt. Hier werden Währungen rund um die Uhr gegeneinander gehandelt. Der Markt ist an keinen festen Handelsplatz gebunden. denn der Handel findet über vollelektronische Plattformen zwischen Banken, Zentralbanken, spekulativen Investoren und größten multinationalen Unternehmen statt. Ihre Motive sind neben der Spekulation auf steigende oder fallende Kurse auch die Absicherung ihres Währungsexposures. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen am globalen Forex-Markt beträgt aktuell in etwa 3,5 Billionen US-Dollar.
Was wird gehandelt?
Währungen werden immer paarweise gehandelt. Dabei wird eine Währung gegen eine andere gekauft (Long-Position) oder verkauft (Short-Position). Wie an anderen Märkten bildet sich durch Angebot und Nachfrage ein bestimmtes Tauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Das ist dann der Devisenkurs, der auch als Währungs- oder Wechselkurs bezeichnet wird.
Ein Beispiel: Wer „Long“ den Euro-Dollar-Wechselkurs geht, kauft den Euro und verkauft gleichzeitig den US-Dollar. Der Anleger setzt damit auf einen steigenden Euro-Dollar-Devisenkurs. Er erzielt einen Gewinn, wenn der Euro relativ zum US-Dollar an Wert zulegt beziehungsweise wenn der US-Dollar relativ zum Euro an Wert verliert. Die Quotierung wird immer in Relation zu einer Einheit einer Währung ausgedrückt.
Die feste Einheit, auf die sich die variable Menge der anderen Währung bezieht, steht in der Bezeichnung immer zuerst. Das hat sich am Devisenmarkt als Standard etabliert. Beim Euro-Dollar-Wechselkurs bedeutet eine Quotierung von 1,3520, dass ein Euro einen Wert von 1,3520 US-Dollar hat. Währungen werden in der Regel mit vier Nachkommastellen quotiert und wie bei anderen Finanzinstrumenten existiert eine An- und Verkaufsspanne für ein Währungspaar. Die Differenz sind in der Regel wenige „Pips“. Das ist die vierte Nachkommastelle. Ein quotierter Preis für den Euro-Dollar-Wechselkurs könnte daher 1,3520 USD - 1,3522 USD sein.
An dem Beispiel wird auch deutlich, dass das „Short“ gehen, also das Verkaufen eines Wechselkurses, jederzeit einfach möglich ist, da immer auch eine Währung gegen eine andere verkauft wird. Wer beispielsweise auf einen fallenden Euro gegenüber dem US-Dollar setzen will, geht den Euro-Dollar-Wechselkurs Short. Er verkauft damit den Euro und kauft den US-Dollar und verdient an einem sinkenden Euro-Dollarkurs.
Auch für andere Währungspaare hat sich eine bestimmte Reihenfolge für die Bezeichnung der verschiedenen Wechselkurse etabliert. Beim Tauschverhältnis zwischen Dollar und Yen beispielsweise steht der US-Dollar an erster Stelle und daher wird das Verhältnis als Dollar-Yen-Wechselkurs bezeichnet und bezieht sich auf einen US-Dollar. Das Devisenverhältnis zwischen dem Britischen Pfund und dem US-Dollar heißt Britisches Pfund-Dollar-Wechselkurs. Notiert er bei 1,30, müssen für ein Britisches Pfund 1,30 US-Dollar gezahlt werden.
Wechselkurseinflüsse
Devisen werden sowohl am Kassa- als auch am Terminmarkt gehandelt. Die Einflüsse auf die Wechselkurse sind vielfältiger Natur. Sie können beispielsweise Interventionen der Zentralbanken sein oder Übernahmen von ausländischen Unternehmen. Angebot und Nachfragenach einer Währung kann aber ebenfalls das Ergebnis der Geld- und Fiskalpolitik eines Landes sein. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die Zinssätze sowie die Zinssatzdifferenz zwischen einzelnen Währungen beeinflussen den Wechselkurs. Zu den weiteren ökonomischen Einflussgrößen auf Devisenkurse gehören unter anderem auch die Veränderungen von Handels- und Leistungsbilanzen eines Landes, von Haushaltsüberschüssen oder -defiziten, des Wirtschaftswachstums sowie der Inflation. Politische Risiken und nicht zuletzt die Marktpsychologie gehören genauso dazu. Informationen zu diesen Faktoren sind allerdings meist frei zugänglich und für jedermann sichtbar. FX-Nachrichten werden sofort oder zeitnah veröffentlicht. Da der FX-Markt zudem eine große Liquidität besitzt, gehört er zu den transparentesten Finanzmärkten der Welt.
Hebelwirkung
Die Summen, die am Devisenmarkt gehandelt werden, übersteigen in der Regel das Vermögen jedes Privatinvestors. Daher wird am FX-Markt meist mit einem Hebel auf unterschiedliche Kursbewegungen gesetzt. Dazu muss eine Sicherheitsleistung, die auch Margin genannt wird, erbracht werden. Sie kann unterschiedlich ausfallen, je nach Höhe der Margin ist dann auch die Hebelwirkung unterschiedlich. Wer beispielsweise eine Margin von 10 Prozent hinterlegt, handelt mit einem Hebel von zehn. Eine Margin von fünf Prozent bedeutet einen Hebel von 20. Um also 10.000 US-Dollar gegen den Euro mit einem Hebel von 10 zu handeln, müssen 10 Prozent, hier 1.000 US-Dollar, hinterlegt werden.
Bei den von flatex markets angebotenen Devisenkontrakten können Sie mit einem Hebel von 50 handeln. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die zu hinterlegende Sicherheitsleistung gerade einmal 2% der tatsächlichen Investitionssumme beträgt. Die Produktausstattung der verfügbaren Währungs-CFDs können Sie in der CFD-Handelsplattform im Menü Instrumentenübersicht einsehen.


