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Wissenswertes

Die 5 häufigsten Fragen

Wie entstehen Geld- und Briefkurse?

Wie bei jedem Wertpapier existiert auch für CFDs ein An- und Verkaufskurs. CFD-Anleger kaufen die Produkte dann zum Verkaufskurs (des CFD-Market Makers), der auch als Briefkurs bezeichnet wird. Wer seine CFD-Position verkaufen will, veräußert sie zum Ankaufskurs (des CFD-Market Makers), der auch Geldkurs genannt wird. Der Kurs eines CFDs leitet sich aus dem Wert des zugrunde liegenden Basisinstruments ab.

Was bedeuten Level 1 Kurse, VWAP und Marktiefe?

Mit Level 1 Kursen werden die jeweils besten An- und Verkaufskurse beschrieben.
Im Echtzeithandel sind das die Kurse, die im Preisfenster links (BID) bzw. rechts (ASK) zu sehen sind.

Möchte ein Anleger eine Long-Position eröffnen, so ist für die Ausführung des Auftrages der ASK-Kurs relevant. Das Schließen dieser Position erfolgt zum BID-Kurs.

Level 1 Kursstellungen sind immer für die kleinste handelbare Einheit gültig.
Für Volumina, die darüberhinaus gehen, gibt es keine Ausführungsgarantie. Sofern der Referenzmarkt liquide genug ist, kann davon ausgegangen werden, dass die vom Kunden georderte Menge ausgeführt werden kann.

Handelt es sich bei dem CFD um einen weniger liquiden Wert, so kann es bei einem Marketauftrag dazu kommen, dass der Auftrag zu einem schlechteren Kurs als in Level 1 angezeigt ausgeführt wird. Der Grund dafür ist der Volumen gewichteter Durchschnittskurs.

Der auch als "Volume Weighted Average Price (VWAP) bezeichnete Kurs errechnet sich aus der in Level 2 (Markttiefe) zu Verfügung stehenden Menge an Kontrakten und deren jeweils zugeordneten Kursen.

Was passiert bei einem Rollover?

Rohstoffe und Zinsfutures sind Terminkontrakte und haben somit einen Verfallstag. Positionen die sich über das Laufzeitende hinaus im Bestand befinden, werden am Ende des Verfallstages in den nachfolgenden Kontrakt mit neuer Laufzeit übertragen. Diesen Vorgang nennt man Rollover. Beim
Rollover werden keine Handelsgebühren berechnet.

Was bedeuten Tickwert und Tickgröße?

Neben der quantitativen Darstellungsweise, also wie der jeweilige Kurs in den
einzelnen Märkten formal zu messen und zu publizieren ist, wird die geringst mögliche Kursschwankung ("Tick") zwischen zwei aufeinander folgenden Abschlüssen ("Trades") fest vorgegeben.

Einer solcher Mindestkursvariation "Tick" lässt sich stets ein entsprechender Geldwert beimessen: Dieser geringst mögliche Kursänderungsbetrag wird auch als Tick Value oder Tickwert bezeichnet. 

Tickgröße=Kleinst mögliche Preisbewegung eines CFDs.
Tickwert= In Handelswährung ausgedrückter Wert, der der kleinsten möglichen Preisbewegung eines CFDs entspricht

Was versteht man unter Quantoprodukten?

Aufgrund der Produktvielfalt und der Anzahl der handelbaren Märkte gibt es viele CFDs, die sich auf Basiswerte wie Aktien, Indizes oder Rohstoffe beziehen, deren Kurs nicht in Euro notiert.

Bei Quantoprodukten, kurz "Quantos" genannt, wird das Währungsrisiko für den Anleger eliminiert. Das Währungsrisiko entsteht durch den Wechselkurs eines nicht in Euro notierenden Derivates zur Kontowährung Euro. Durch Gleichsetzen der Heimatwährung in Euro bleibt nur noch die absolute Performance des Basiswerts relevant. Der Quanto-CFD vollzieht dann die Kursbewegungen des Basiswertes, der nicht in Euro notiert, nahezu 1:1 nach.

Bei den bei flatex markets angebotenen Quanto-CFDs muss keine Prämie für die Absicherung der Währungsschwankungen bezahlt werden.

Besonderheiten volatiler Märkte

Fast Market, Overnight Gaps, Slippage

Fast Markets sind Kursbewegungungen, die sich durch hohe Schwankungsbreite, Intensität und sehr hohe Umsätze auszeichnen. Diese Kriterien treten meist gemeinsam und innerhalb kürzester Zeitspannen auf. Oftmals werden diese Ereignisse durch den Beginn des Handels an den Terminbörsen oder dem Beginn des offiziellen Handels der US Leitbörsen eingeleitet. Während dieser Zeit kann es zu kurzen, aber heftigen Ausschlägen an den Märkten kommen.

Preisabweichungen bei der Aufgabe von Market-Aufträgen werden als "Slippage" bezeichnet. Hier kommt es durch eine negative Kursbewegung des Kontraktes zu einem schlechteren Ausführungskurs. Die Auswirkungen können durch Eingabe einer Limitorder begrenz werden.

Kursdifferenzen treten nicht selten im Zusammenhang mit so genannten Overnight Gap auf. Hier entstehen durch kursbeeinflussende Faktoren oder den Einfluß makroökonomischer Kennzahlen Kurslücke zwischen Schlusskurs des Vortages und Eröffnungskurs des darauffolgenden Tages. Der Eröffnungskurs stellt dabei das  Schließen dieser Lücke dar. Durch diese Anpassung reflektiert der Markt das veränderte Handelsumfeld.

Die Referenzbörsen haben Schutzmechanismen gegen allzu hohe Abweichungen eingeführt. Die Volatilitätsunterbrechung stoppt für kurze Zeit den Handel, wenn ein Preis zustande kommen könnte (indikativ), der über fest gelegte Schwellwerte hinaus von den bisher gestellten Preisen abweicht. Nach einer Volatilitätsunterbrechung kommt es dann zu einer kurzen Auktion, um die Liquidität und korrekte Preise sicherzustellen. In einem Fast Market werden die Kursschwellen, die eine Volatilitätsunterbrechung auslösen, etwas erweitert.